Erstwähler

Veröffentlicht am 16.05.2013 in Wahlen

Du bist ERSTWÄHLER!

Und jetzt?

Hallo, ich heiße Lina, bin 17 Jahre alt und Schülerin. Dieses Jahr darf ich das erste Mal wählen und bin deshalb genauso wie du Erstwählerin oder Erstwähler. Wir wachsen in einer Gesellschaft auf, die von Medien wie Werbung und ähnlichem geprägt ist. Doch Medien sind oft verzehrt. Damit ich eine Entscheidung treffen konnte, habe ich mich umfangreich informiert.

Wie die meisten jungen Leute habe ich vor allem das Internet genutzt, um mich zu informieren.  Alle Parteien pflegen ihre Homepages und nutzen soziale Netzwerke. Dort konnte ich einfach und schnell in Erfahrung bringen, welche Interessen die verschiedenen Parteien vertreten.

Bei meiner Recherche im Internet habe ich festgestellt, dass die Parteien in ihren Programmen doch erhebliche Unterschiede aufweisen, die man in der täglichen Tagespolitik so nicht wahrnimmt. Unterschiede habe ich vor allem in der Schulpolitik, Arbeitsmarktpolitik und Frauenpolitik festgestellt. Hier sind einige Beispiele.

Für meine Zukunft wünsche ich mir, dass man Familie und Karriere unter eine Hut bringen kann. Hierzu hat die SPD eine ganz klare Aussage: Kitas sollen gebührenfrei sein, und es soll eine kostenlose Ganztagsschulbetreuung geben. Die Schülerbeförderungskosten sollen abgeschafft werden. Auch das die Kinder nach ihren Fähigkeiten gefördert werden steht im Programm. Bildung sollte nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein, sondern für jeden frei zugänglich. Kinder sollen gefördert und nicht ausgegrenzt werden. Die CDU und FDP wollen an dem alten Schulsystem irgendwie festhalten und es nur leicht korrigieren, wir brauchen aber ein modernes System das alle Kinder mitnimmt.

Für meine Zukunft wünsche ich mir, dass Jugendliche in der Gesellschaft die Möglichkeit für einen sicheren Einstieg ins Berufsleben haben. Die Wirklichkeit sieht anders aus! Befristete Jobs, Niedriglöhne und Leiharbeit sind fester Bestandteil der Arbeitswelt. Wie soll man da später eine Familie gründen? Ohne Perspektiven geht das nicht! Die SPD hat hierzu eine klare Meinung: Einführung eines Mindestlohnes und Abbau der Leiharbeit. Die CDU- und FDP-Politik haben hierzu überhaupt keine Alternative. Sie wollen Niedriglöhne festschreiben. Die Marktwirtschaft regelt das schon. Leider haben die beiden Parteien dort den Blick für die Wirklichkeit verloren.

Gute Familienpolitik bedeutet: Arbeitsperspektiven gepaart mit fairen Löhnen.

Für meine Zukunft wünsche ich mir, dass Frauen in der Wirtschaft und in der Politik endlich den Stellenwert einnehmen, den sie verdient haben. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Die Aufstiegschancen für Frauen in Vorständen von Unternehmen sind äußerst  gering. Die Arbeitszeiten müssen familienfreundlicher gestaltete werden, da in unserer Gesellschaft immer noch die Frau die Hauptlast in Erziehung und Hausarbeit trägt, auch wenn sie berufstätig ist. Bei einer Bundestagsabstimmung im Mai wollten SPD und Grüne eine Quotenregelung für Frauen in Vorständen einführen. Das wäre für mich ein erster Schritt in die richtige Richtung gewesen. Die CDU und FDP hingegen lehnten dies ab. Die CDU möchte eine Quote frühestens 2020 einführen. Hier frage ich mich - warum nicht jetzt? Will sie es wirklich? Die FDP will überhaupt gar keine Regelung. Von der CDU und FDP wird meiner Ansicht nach nicht genug getan, dass gleicher Lohn für gleiche Arbeit gilt. Für mich hat die SPD hier insgesamt das bessere Konzept!

Das sind für mich drei wichtige Gründe, die mich bewogen haben, der SPD beizutreten. Zudem kommt noch der Kampf gegen Rechtsradikalismus sowohl die Durchsetzung der Rechte für gleichgeschlechtliche Ehen, die sich die SPD auf die Fahnen geschrieben hat.

Mittlerweile habe ich mich den Jusos Ostholstein ((http://www.jusos-oh.de/ ) Jugendorganisation der SPD für Mitglieder bis 35 Jahre) angeschlossen und bin dort im Vorstand tätig. Ich bin davon überzeugt, dass es besser ist, meine eigene Zukunft selbst mitzugestalten und sie mir nicht von anderen vorschreiben zu lassen. Denn die Politiker wissen bestimmt nicht, was gut für mich ist! Wenn man selber nicht aktiv wird, werden andere es tun und Dinge gestalten, so wie sie es möchten. Und das ist nicht mein Wunsch.

Engagiere dich und nehme deine Zukunft in die Hand!

Falls der Artikel deine Neugier geweckt hat und du dich auch politisch engagieren möchtest, kannst du mit mir gerne Kontakt aufnehmen. Einfach und schnell zu erreichen bin ich unter meiner
E-Mailadresse L1995@live.de.

Die Jusos, die sich zur Kommunalwahl aufstellen haben lassen findest du unter: http://junges-ostholstein.de/

 

Verfasser: Lina Köpsel

 

 

 

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